Innovation Made in Germany

Chemnitz wirbt mit dem Claim „Stadt der Moderne“. Da ist es kein Wunder, dass die Gründer der textilen Skipiste Jens Reindl, Arndt Schumann und Felix Neubert auch allesamt an der TU Chemnitz studiert haben. Als sie sich wieder treffen, beginnt die Erfolgsgeschichte des Textilschnees als Fun- und Sportprodukt.

 

Eine Gründungsgeschichte

2008 treffen sich Jens Reindl und Arndt Schumann nach ihrem Studium wieder. Zu dieser Zeit ist Jens bereits in der Textilbranche tätig und Arndt arbeitet an der Universität als Wissenschaftler.

Während sie gemeinsam die Weltcupschanze im sächsischen Klingenthal besuchen, entwickeln sie eine Idee: Was Skispringer im Sommer können, muss auch für Ski und Snowboard möglich sein!

Die Reise geht weiter. England ist als traditionell schneearmes Land als Erster darauf gekommen, für Trainings- und Wettkampfzwecke auf eine Plastikpiste zurückzugreifen. Jens und Arndt besuchen die Anlagen in England und sehen großes Verbesserungspotential. Generell zu stumpf und langsam müssen alle besuchten Pisten zusätzlich bewässert oder geölt werden, welches viele Nachteile für Betreiber und Fahrer hat. Denn es entstehen zusätzliche Kosten, sondern man kommt mit nasser und verschmutzter Kleidung von der Piste. Auch kann es schon bei leichten Stützen zu Verletzungen durch das ausliegende Material kommen nasse und verschmutzte Kleidung inklusive.

Hier kommt der Textilschnee ins Spiel. Er wäre höchst gleitfähig, ungefährlicher dank der geschlossenen Oberfläche und würde zudem Betriebskosten sparen.

 

2009 vereinen Jens und Arndt ihr Wissen zum Schneesport und zur Materialkunde, um an ihrem textilen Erfolgsrezept zu arbeiten: Einer Gleitmatte, auf der der Ski schneller gleitet als auf Neuschnee und die selbst dort funktioniert, wo Schneekanonen versagen. Gemeinsam mit der TU Chemnitz und Fördermitteln des Bundeswirtschaftsministeriums starten sie ein 3-jähriges Forschungsprojekt.

2012 rundet der ebenfalls leidenschaftliche Bergsportler Felix das Team ab, der erste Erfahrungen mit der textilen Skipiste bereits an der TU Chemnitz sammelte. Er bringt seine Expertise für Langlauf und technische Sportgeräte mit und ist heute für die Produktion der Matten zuständig.

 

 

2013 lassen Jens, Arndt und Felix professionelle Skilehrer der Vereinigten Skischule Oberwiesenthal (hier Verlinkung zu deren Seite)testen, wie sich die Kunstskipiste im Vergleich zu Echtschnee verhält. Erst nachdem es positives Feedback gibt, wird das Start-Up Mr. Snow gegründet. Seitdem werden die Skimatten kontinuierlich weiter entwickelt.

Mr. Snow berät heute Kunden wie Fun- und Slopestyle Parks, Skischulen, Liftbetreiber, Eventveranstalter, Skihallen, Tubing Bahnen, Freizeit- und Ferienparks. Die Gründer machen Projekte individuell.

 

 

2016 wird die Produktion der Gleitmatten in die eigene Firma geholt. Dank spezialisierter Maschinen und Fachpersonal ist die komplette Produktionslinie nun in einer Hand. Alle Produkte von Mr. Snow sind „Made in Germany“.

Heute liegt textiler Schnee zuverlässig bei allen Wetterlagen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Norwegen, Dänemark, Frankreich und in weiteren Ländern Europas. Sogar bis Dubai und Japan haben es die High-Tech-Produkte von Mr.Snow geschafft.